Häufige Fragen

Auf dieser Seite erfahren Sie die ersten wichtigen Informationen zum Thema Energieberatung, Energieausweise und Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Welche Dienstleistungen biete ich im Jahr 2022 an?

  • Energieausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude
  • Durchführung von staatlich geförderten Gebäude-Energieberatungen inklusive der Erstellung eines Individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP)
  • Fachplanung, Baubegleitung, Monitoring und Bescheinigung von staatlich geförderten Sanierungen im Bestand
  • Berechnung und Begleitung von KfW-Effizienzhäusern 100, 85, 70, 55 und 40 im Bestand und Neubau
  • Berechnung von Heizlast und hydraulischem Abgleich in Bestandsanlagen und Neuanlagen
  • Detaillierte Wärmebrückenberechnung (nur in eigenen Projekten)

Welche Dienstleistungen biete ich im Jahr 2022 N I C H T an?

  • Beratung und Durchführung von Fördermittelbegleitungen im Bereich NICHTwohngebäude (Keine Zulassung)
  • Beratung und Durchführung von Fördermittelbegleitungen im Bereich Baudenkmäler oder besonders erhaltenswerter Bausubstanz (Keine Zulassung)
  • Allgemeine Beratungen zum „besten“ Heizungssystem
  • Allgemeine Anfragen zu aktuellen Fördermöglichkeiten. Diese Infos finden Sie im Internet.
  • Beratungen zum Thema Photovoltaik und dessen (Nicht-)Förderung
  • Beratungen zur Schaffung einer Autarkie im Thema Heizen und Strom
  • Technische Fragen zu Heizsystemen und deren Installation

Welche Fördermöglichkeiten gibt es im Bereich Wohngebäude aktuell?

Vereinfacht gesagt gibt es unterschiedliche Fördersätze für die Gebäudehülle, also Außenwand, Fenster, Haustür, Dach/OGD und Boden/Kellerdecke. Hier liegt die Förderquote bei 20-25%. Weitere Infos unter: https://bit.ly/3u9cKbz

Für die Erneuerung der Heiztechnik gibt es ausschließlich Förderungen für regenerative Energien. Also Sonnenenergie, Biomasse (Holz und Pellets) und Wärmepumpen. Die Förderquote liegt hier bei 30-40%. Weitere Infos unter: https://bit.ly/3qfVJvl

Ist die Einbindung eines Energieberaters für Förderungen Pflicht?

Bei Maßnahmen an der Gebäudehülle ist die Einbindung eines EEE (Energie-Effizienz-Experten) Pflicht. Für Maßnahmen an der Heizungstechnik ist die Einbindung eines EEE nicht vorgeschrieben. Möchten Sie jedoch den u.g. ISFP-Bonus nutzen, ist auch bei der Förderung von Heizungstechnik ein EEE vorgeschrieben.

Was ist der sogenannte ISFP-Bonus in Höhe von 5%?

Die Abkürzung ISFP steht für „Individueller Sanierungsfahrplan“ und wird von einem zugelassenen Energieberater individuell für Ihr Wohngebäude erstellt. Auf Grundlage dieses Gutachtens und der darin beschriebenen Möglichkeiten zur Sanierung des Gebäudes können Sie ihr Eigenheim sinnvoll und zielführend sanieren. Wenn Sie spätere Schritte dieses Fahrplans umsetzen, erhalten Sie zu der o.g. Basisförderung einen Bonus von 5%. Wichtig: Sie müssen nicht(!) alle Schritte umsetzen. Der ISFP-Bonus wird nicht gewährt bei der Vollsanierung in einem Schritt zu einem sogenannten Effizienzhaus. Die Erstellung eines solchen ISFP wird vom BAFA gefördert. Der Eigenanteil der Beratung beträgt je nach Wohngebäude (EFH, MFH) zwischen 699 € und 1999 €.

Was kostet die Fördermittelbegleitung?

Die berechtigte Sorge vieler Kunden ist es, ob denn am Ende die Begleitung durch den Energieberater mehr kostet, als es Förderung vom Staat gibt. In der Regel ist das natürlich nicht der Fall. Jedes Gebäude ist verschieden und die Ausgangslage bei jedem unterschiedlich. Ganz grob müssen Sie bei der Fördermittelbegleitung bei einer BEG-WG Einzelmaßnahme pro Maßnahmenpaket mit einem effektiven Eigenanteil zwischen 799 € und 1499 € rechnen. Dem gegenüber stehen Förderungen von durchschnittlich 10.000 € – 15.000 €.

Ich möchte nur meine Heizung ohne ISFP-Bonus umrüsten und Förderungen beantragen. Können Sie trotzdem helfen?

Da ich tagtäglich mit dem Fördermitteln des Bundes zu tun habe, kann ich auch ohne offiziellen Auftrag als EEE für Sie unterstützend tätig werden. Die Beantragung per Vollmacht beim BAFA kostet je nach Anzahl der Wohneinheiten, der Wohnfläche und der beabsichtigten neuen Heizungsart zwischen 249 € und 499 € netto.

Lohnt sich auf Grund der aktuellen Fördersituation der Umstieg von Erdgas/Öl auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Diese Frage kann man pauschal natürlich nicht beantworten. Auf jeden Fall sollte man diese Entscheidung in Ruhe treffen und sich nicht auf Grund aktueller Weltgeschehnisse zu „Kurzschlussentscheidungen“ hinreißen lassen. Aktuell würde ich nur bei Niedrigenergiehäusern zu Wärmepumpen raten. Das können auch vollständig sanierte Bestandsgebäude sein. Wärmepumpen arbeiten nur bei geringer Vorlauftemperatur effizient. Haben Sie kein Niedrigenergiehaus und/oder keine Fußbodenheizung, kann man eine Wärmepumpe schon fast ausschließen. Als Anhaltspunkt ob Sie ein Niedrigenergiehaus haben gilt: Sie sollten nicht mehr als 80 kWh pro Jahr an Heizenergie inkl. Warmwasser pro m² Wohnfläche verbrauchen. Bei einem 130 m² Haus also nicht viel mehr als 10.000 kWh.

Sollten Sie wenig Heizenergie benötigen und über eine Fußbodenheizung verfügen, müssen Sie aber noch berücksichtigen, dass eine Wärmepumpe aus einer kWh Strom ca. 3 kWh Heizenergie erzeugt. Bei einem aktuellen Preis pro kWh Strom von ca. 30 Cent, kostet die kWh Heizenergie also 10 Cent. Eine kWh Erdgas kostet aktuell ca. ebenfalls 10 Cent, je nach, ob man noch einen alten oder neuen Gasvertrag besitzt. Selbst in dieser Preiskonstellation wäre das Heizen mit der Wärmepumpe also nicht günstiger, zumindest wenn man den Strom nicht selbst produziert. Und auch die beliebte Mischung aus Photovoltaik und Wärmepumpe muss genau durchdacht werden. Denn die Sonne scheint hauptsächlich im Sommer und Heizen müssen Sie hauptsächlich im Winter.

Bei einer aktuellen Förderquote von 35% für Wärmepumpen, kostet eine 30.000 € teure Wärmepumpe also effektiv immer noch 19.500 €. Eine Gas-Brennwert-Therme kostet ca. 7.000 €. Auch dieser Unterschied in der Investition sollte nicht unberücksichtigt bleiben.

FAQ werden zurzeit kontinuierlich erweitert. (Stand: 03.05.2022)